• Gesamtroute
  • Passau - Schlögen
  • Schlögen - Linz
  •  Linz - Grein
  •  Grein - Melk
  •  Melk - Tulln
  •  Tulln - Wien

Passau - Wien, das ist einer der Klassiker, der auch nach Jahrzehnten noch eine ungebrochen große Faszination auf viele Fahrradfahrer ausübt. Die Wege sind sehr gut ausgebaut und die Steigungen halten sich in Grenzen. Selbst in Wien kommt man gut mit dem Fahrrad zurecht. So kann man die ca. 320 km recht bequem innerhalb einer Woche - 6 Tage - herunterradeln. Als Rückfahrt von Wien nach Passsau bietet sich der RadExpress "Donau" der österreichischen Erlebnisbahn an. (Internetauftritt und Reservierung der Tickets über http://www.erlebnisbahn.oebb.at )

Die Tour wird somit zum idealen einwöchigen Kurzurlaub. Dabei bietet dieser Donauabschnitt mit der Wachau eine Landschaft, die zum Weltkulturerbe gehört. Passau und vor allen Dingen Wien sind als Ausgangs - und Endpunkt der Tour äüßerst attraktive Städte.

Gegessen haben wir vorzüglich und wieder einmal zuviel. Das Preisleistungsverhältnis der Unterkünfte war allerdings nicht optimal. Für die Intensität, mit der dieser Fahrradweg frequentiert wird, könnte es ein paar Rastplätze mehr - überdacht bitte - geben. Trotz dieser kleinen Einschränkungen kommen wir zum

Fazit: Der Klassiker Passau - Wien ist ein echtes Highlight.

Passau 1. Tag: 41 km

Passau - Erlau - Obernzell - Schlögen

Heute morgen gelangen wir - nach einer kurzen Fahrt durch die barocke Passauer Altstadt - auf den perfekt hergerichteten Fahrradweg in Richtung Österreich. Wir wählen die Nordroute. Die Donau hat sich hier ein enges Tal gegraben, an dessen Ufern dichter Laubwald wuchert.

Nach etwa 41 km  Fahrt erreichen wir Schlögen, wo wir im Angesicht der spektakulären Schlögener Schlinge übernachten. Um die Schlögener Schlinge in ihrer ganzen Schönheit zu sehen, muss man etwa 45 min den Berg hinausteigen, aber wer macht das schon?!

Burg Neuhaus 2. Tag: 55 km

Schlögen - Neuhaus - Aschach - Linz

Die heutige Tour führt uns zuerst wieder durch das enge Donautal. Es ist still hier. Voller Ehrfurcht kann man die Natur genießen. Ab Aschach, wo wir an der liebevoll gestalteten Uferpromenade rasten, wird es etwas belebter, das Tal weitet sich und wir fahren durch reiches Bauernland weiter Richtung Linz.

Die letzten 6 km nach Linz hinein müssen wir entlang einer dicht befahrenen Straße fahren. Der einzige weniger angenehme Teil der gesamten Tour. Ein Tipp für Linz: Abendessen beim "Josef".

Grein 3. Tag: 66 km

Linz - Mauthausen - Grein

Gemeinsam mit Hunderten von Fahrradfahrern, die auf dem Fahrradweg nach Mauthausen ihrem Sport huldigen, fahren wir weiter stromabwärts. Um ein bisschen Abwechslung in die Fahrt zu bringen, wechseln wir auch mal die Ufer. Es gibt immer wieder Radfähren, die einen ohne lange Wartezeiten für drei Euro von einem Ufer zum anderen bringen. So bekommt auch der Hintern wieder mal etwas Pause.

Wer glaubt, bei Mettensdorf auf befestigte Römersiedlungen zu stoßen, täuscht sich. Es sind die wehrhaft erscheinenden Deichanlagen, die mit Ihren hohen Schutzwällen ganze Dörfer umschließen.

Melk 4. Tag: 48 km

Grein - Ybbs - Pochlarn - Melk

Bei Grein verengt sich das Donautal und öffnet sich erst wieder bei Ybbs. Die noch im 19. Jahrhundert gefürchteten Stromschnellen zwischen Grein und Ybbs gibt es nicht mehr. Zahlreiche Kraftwerke haben die Donau ruhig gestellt, sodass man von Passau bis nach Wien mehr oder weniger von einem Stausee zum anderen fährt.

An vielen Stellen versucht der österreichische Staat nun mit großen Renaturierungsprojekten, den verlorenen Lebensraum für Pflanzen und Tiere neu zu schaffen.

Nibelungen 5. Tag: (35 km) + 46 km

Melk - Krems - Zwentendorf - Tulln

Melk mit seinem prachtvollen Stift beeindruckt und ist eine würdige Pforte zur Wachau. Um die Wachau in vollen Zügen genießen zu können, haben wir uns entschlossen, von Melk bis nach Krems mit dem Schiff zu fahren. Ich kann nur sagen, eine Schifffahrt auf diesem Streckenabschnitt ist durchaus empfehlenswert. Man wird mit wunderschönen Ausblicken auf beide Uferseiten belohnt.

Nach Krems ändert sich die Landschaft total und man radelt in die weniger spektakuläre Ebene von Zwentendorf.

Hundertwasserhaus 6. Tag: 48 km

Tulln - Klosterneuburg - Wien

Von der Gartenstadt Tulln aus fahren wir auf dem Nordufer und dann auf der Donauinsel bis nach Wien. Das Verlassen des Donauradweges in Richtung Innenstadt ist dann ein echter Schock. Tagelange absolute Ruhe wird abgelöst von intensivem Straßenverkehr.

Wir haben uns recht schnell wieder zurecht gefunden und uns den imperialen Gebäuden einer echten Weltstadt gefügt. Wien ist schön! Man sollte nicht gleich am nächsten Tag wieder abreisen.

Tipp: Essen bei Stefano in der Dorotheergasse gegenüber vom Hawelka.