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Hainburg  

1.Tag Wien - Bratislava 67 km

Wer Abenteuer sucht und bereit ist, auf die gepflegten und gut beschilderten Fahrradwege Deutschlands zu verzichen, der ist auf dieser Fahradtour gut aufgehoben. Die Tücken dieser Tour bemerkt man anfangs gar nicht, geht es doch von Wien aus auf perfekten Fahrradwegen durch die Donauauen bis nach Bratislava. Wer trotz der etwas langen Tagesetappe noch Kraft hat, der wird sich wohl Carnatum anschauen, Überreste der römischen Besatzung, oder in Hainburg, der letzten Station vor dem Eintritt in die Slowakei, beim Goldenen Anker ein Kaffetscherl trinken.
Eine gewaltige Stadtmauer umgibt diese kleine Grenzstadt, genützt hat sie allerdings im entscheidenden Moment nichts, damals als fremde Soldaten über 8000 Hainburger niedermetzelten und nur eine Handvoll übrigblieb. Nach einer kleinen Stadtrundfahrt geht es weiter nach Bratislava ,wo wir positiv überrascht sind, von einer super restaurierten Innenstadt.
 
     
Markt in Bratislava  

2. Tag Bratislava - Mysonmagyarovar 44 km

... Wir fragen uns, wo denn die vielen Touristen herkommen sollen, für die in den Altstadtgassen Hunderte von Straßencafes ihre Dienste anbieten. Am Hafen klärt sich`s. Dort liegt ein halbes Dutzend Kreuzfahrtschiffe, die morgens ihre Bewohner in die Donaustädte entlassen und sie nach ein paar Besichtigungstunden wieder einsammeln. Von Bratislava geht es am 2. Tag weiter nach Mosonmagyarovar in Ungarn. Auf slowakischem Territorium führt ein breiter Fahrradweg auf dem Donaudamm weit aus der Stadt hinaus.
Sobald wir die ungarische Grenze überschreiten, enden die ausgewiesenen Fahrradwege und wir fahren auf Landstraßen hinein in die Ebenen Ungarns. Stark befahren sind sie nicht, ärgerlich sind allerdings die jungen Fahrer, die sich auf diesen Landsraßen austoben und für die jede Geschwindigkeitsbegrenzung eher eine Lachnummer denn eine Aufforderung zum Langsamfahren ist. Andererseits, und das sei hier ausdrücklich erwähnt, wird jeder Fußgängerüberweg hundertprozentig beachtet. Das also ist Ungarn. Gleich an den ersten beiden Tagen in Ungarn wurden alle Klischees erfüllt.: viel Landwirtschaft in weiten Ebenen, das Essen preiswerter als in Deutschland, dafür wesentlich deftiger und eine Sprache, die kein Ausländer versteht.

 
     
Györ  

3. Tag Mysonmagyarovar - Györ 40 km


In Ungarn muss man pro Tag und Person für Essen, Übernachtung und Eintrittsgelder mit etwa € 50,- rechnen. Das Hotel Panorama - www.panoramahotel.hu -, in dem wir in Mosonmagyarovar genächtigt haben, möchte ich allen Radlern ans Herz legen. Freundliches Personal, gutes Essen, ruhig an der Leitha gelegen und ein erstklassiges Preis-Leistungsverhältnis. Wer einmal wie ein Mönch oder eine Nonne übernachten will, der sollte in Györ unbedingt im Klastrom-Hotel übernachten. Es liegt günstig am Rand der Altstadt und hat wunderschöne Zimmer mit Gewölbedecken, zum Essen kann man sich ein Restaurant in der Altstadt suchen. Info zu zur Strecke: Die etwa 40 km von Mosonmagyarovar nach Györ radeln wir meist auf Fahrradwegen, die entlang von Landstraßen angelegt sind. ...

 
     
Europaweg Dammweg in der Slowakei  

4. Tag Györ - Komarom 55 km

Györs Altstadt hat es in sich: Nach einem Tag Radeln durch flaches Gelände kommt man ins Schwärmen, bei all dieser barocken Pracht. Überhaupt, die Fußgängerzonen in Ungarns Städten sind gepflegt und geschmackvoll hergerichtet. Hier konzentriert sich der Reichturm des Landes.

Selbst wenn auf der ungarischen Seite überall der links abgebildete Wegweiser zu finden ist, mit europäischen Standards hat der Weg in seiner Beschaffenheit nichts zu tun. Auf manchen Teilstrecken ist er gar nicht mehr als Fahrradweg auszumachen. Sollten hier EU-Gelder geflossen sein, so sind diese in den sumpfigen Donauauen einfach versickert.
Info zum 4. Tag: Von Györ nach Komarom gibt es nur noch vereinzelt Fahrradweg. Man muss leider hauptsächlich Landstraßen benutzen. ...

 
     
Esztergom

Vielleicht noch zwei kleine Hiinweise. Der Bikeline-Führer hält sich nicht genau an den offiziell ausgewiesenen Fernradwanderweg Nr. 6.
Eine gute Adresse zum Übernachten ist die kleine Pension El Greco, direkt am Burghang gelegen - www.elgrecocafe.hu ...

 


5. Tag Komarom - Esztergom 60 km

... von Komarom, oder slowakisch Komarno, nach Esztergom hat man zwei Alternativen, entweder auf der ungarischen oder auf der slowakischen Seite. Wer Hügel liebt, der ist auf der ungarischen Seite gerade richtig. Wir wählen den flachen Weg in der Slowakei mit Blick auf eben jene Hügel, die Sie links im Bild sehen können. Auch dieser Weg ist nicht ganz einfach, führt er doch meist auf dem Hochdamm entlang, dessen Schotter nur mit Mountainbikes gut zu fahren ist. All die Mühen lohnen sich, wenn man in Sturovo die Straße nach Esztergom hinunterrollt und vor einem die Basilika von Esztergom in den Himmel ragt.
Der Weg über die Friedensbrücke führt - mit einer grandiosen Aussicht - hinein nach Esztergom.

 
     
Vac

Information: Relativ preisgünstige Pensionen wie das Corner Panzio finden Sie in Szentendre am Dunacorzo ...

 


6. Tag Györ - Szentendre 55 km

... die landschaftlich schönste Strecke ist eindeutig die von Esztergom nach Szentendre. Auf dieser Strecke sollte man tunlichst einfach den Wegweisern folgen, selbst wenn einen diese bei Szob auf die linke Donauseite und bei Vac dann wieder auf die rechte Donauseite führen. Nur so kann man weitestgehend auf guten Fahrradwegen radeln. Mit dem Durchfahren des Donauknies erleben wir die landschaftlich eindrucksvollste Passage dieser Fahrt und mit Vac eine liebvoll gestaltete Kleinstadt.
Man könnte natürlich über Szentendre hinaus bis Budapest weiter fahren. Wir blieben in Szentendre, in dieser kleinen hübschen Barockstadt, und fuhren mit dem Zug, HEV genannt - Fahrzeit etwa 40 min - für einen Tag nach Budapest.

 
     
Parlament in Budapest

Vielleicht noch ein Tipp für die Bahnfahrer: In Budapest gibt es drei Bahnhöfe, die nicht miteinander verbunden sind. Wer nach Wien fahren will, der muss zum Deli und wer nach Bratislava und dann weiter nach Prag oder Hamburg fahren will, der muss vom Keleti aus starten. Der einzige Zug vom Keleti, der auch Fahrräder mitnimmt, fährt morgens um 5:28 los und wer sein Quartier in Szentendre aufgeschlagen hat, der muss dort um 3:53 abfahren!!!

 


7. Tag Szentendre - Budapest 25 km

... endlich in Budapest, Ungarns einzigartiger Metropole. Was für ein Kontrastprogramm, dort die beschaulichen kleinen ungarischen Städte und hier eine Weltstadt, voll mit gewaltigen Bauwerken, intensivem Leben und genauso teuer wie Deutschland, insbesondere unten am Donaukai, wo man gut einige Stunden verbringen kann. Für einen Tag bleibt nicht viel mehr als die Besichtigung des Burgviertels mit der Fischereibastei, das Baden oder zumindest die Besichigung eines Schwimmbades, zum Beispiel dem Gellert, dem Besuch des Milleniumdenkmals und dem Schlendern am Donaukai. Wer Budapest intensiver erfahren will, der sollte dort einige Tage bleiben.

Fazit: Die Tour durch Ungarn lohnt sich unbedingt. Ist doch hier alles noch ein wenig urwüchsiger. Selbst die Donauufer haben über weite Strrecken ihre Ursprünglichkeit erhalten. ...