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Den Isarradweg könnte man in drei Teile aufteilen: Im ersten Abschnitt von der Quelle bis nach München ist er geprägt von großen Ausblicken ins Gebirge. Der mittlere Abschnitt gehört der Landeshauptstadt München und der letzte Abschnitt führt durch Niederbayern bis zur Donau. Ein Höhepunkt ist das Karwendel gleich zu Beginn der Tour. Im mittleren Abschnitt ist es die Stadt München und  in Niederbayern ist es Landshut.

Der Fahrradweg ist nicht immer gut beschildert. 'im ersten Abschnitt ist die Beschilderung fast unbrauchbar und im dritten Abschnitt ist eine Beschilderung überflüssig, da der Weg immer an der Isar entlang führt. Und das ist in diesem Streckenabschnitt auch das Problem. Man fährt ca. 100 km nur durch Auwälder und sieht so gut wie nichts vom Isartal. Abhängig vom Standpunkt kann man diesen Teil des Isarradweges als höchst langweilig oder als beschaulich meditativ betrachten.

Fazit: Der Isarradweg lässt sich entsprechend den drei Abschnitten gut an drei Wochenenden fahren, wobei ich den letzten Abschnitt nur bis Landau fahren würde. Die wunderbare Landschaft und die schönen Städte entlang der Isar hätten allerdings mehr verdient als diesen recht dilettantisch angelegten Fahrradweg.

Passau 1. Tag: 49 km

Mittenwald - Sylvenstein - Lenggries

Wer wirklich von der Isarquelle aus fahren will, der muss den Zug bis Scharnitz nehmen und dort noch einmal 13 km (einfach) bis zur Quelle radeln. Ich bin in Mittenwald losgefahren. Für die ersten km bis nach Krün kann man mit Einschränkungen einen Radweg nutzen. Dann allerdings muss man die nächsten 20 km auf der Bundesstraße entlang des Sylvensteinsees bis zum Damm radeln.

Von Fall bis nach Lenggries geht es dann wieder auf einem Fahrradweg weiter.

Bad Tölz 2. Tag: 56 km

Lenggries - Bad Tölz - Wolfratshausen - Grünwald (München)

Heute geht es teils auf Radwegen an der Isar entlang, teils auf schmalen Landstraßen bis nach Grünwald. Kurz vor Geretsried fährt man in ein großes Waldgebiet ein, das den Radler über weite Strecken begleitet. Auf dem gesamten Streckenabschnitt bis nach München ist der Fahrradweg gut beschildert. Ab Gartenberg ist der Weg geteert. Man spürt, dass man sich dem Großraum München nähert. Das Bild, aufgenommen bei Bad Tölz, zeigt, dass die Isar tatsächlich ein reißender Fluss sein kann.

Reichenbachbrücke 3. Tag: 52 km

Grünwald - München - Freising

Höhepunkt des heutigen Tages ist natürlich München. Wer München noch nicht kennt, müsste eigentlich mindestens einen Tag hier verbringen. Es lohnt sich. Die anderen radeln entweder immer an der Isar entlang oder  - weit besser - nehmen den Schlenker durch den Englischen Garten, wie er im Bikelinie-Führer vorgeschlagen wird.

Ein echtes Kleinod ist das Ziel des heutigen Tages: Freising. Vergessen Sie nicht auf den Domberg zu gehen und die Aussicht zu genießen.

Landshut 4. Tag: 41 km

Freising - Moosburg - Landshut

Die Fahrt entlang der Isar ist recht eintönig. 40 km Auwälder. Meditatives Fahren ist angesagt und am Abend als Schmankerl Landshut. Landshut ist eine längere Besichtigung wert.

Neben einem Bummel durch die untere Stadt lohnt es sich, zur Burg Trausnitz hinaufzusteigen und von oben auf das Isartal und Landshut hinabzublicken. Schon deshalb, damit man wenigstens so ungefähr weiß, wie das Isartal aussieht, durch das wir für etwa drei Tage radeln.

Ulsterling Wachsender Fels 5. Tag: 49 km

Landshut - Dingolfing - Landau

Die Etappe ist wenig anstrengend und ähnelt sehr dem gestrigen Tag. Entlang der Isar gelangt man zuerst zum Atomkraftwerk Niederaichbach mit dem mächtigen Kühlturm direkt an der Isar und dann weiter nach Dingolfing. Dort gibt es nicht nur BMW. Es lohnt sich ein Abstecher über den Marienplatz hinauf zur Oberen Stadt.

Ein absolutes Muss ist wegen seiner Einmaligkeit der Wachsende Fels von Ulsterling kurz vor Landau.

Hinweis: Wer den unteren Teil des Isarradweges auf drei Wochenenden aufgeteilt hat, kann von Landau aus bequem mit dem Zug die Rückfahrt nach München antreten, ohne allzu viel zu vermissen.

Deggendorf 6. Tag: 50 km

Landau - Plattling - Niederaltaich - Deggendorf

Wer den restlichen Isarradweg zurücklegen will, der wieder durch ausgedehnte Auwälder führt, der fahre bis nach Isarmünd. Er kann von dort aus bis zur Isarmündung wandern. Anschließend kann man auf demselben Weg oder - gemäß Bikeline über die Dörfer - entweder zurück nach Plattling fahren, um von dort die Heimreise anzutreten oder bei Niederalteich über die Donau übersetzen.
Dort trifft man auf den Donauradweg. Flussaufwärts geht es hinauf nach Deggendorf, flussabwärts Richtung Winzer und weiter nach Passau.

Wer nicht nach Isarmünd fahren will, dem bietet sich die Möglichkeit direkt über das durch das Hochwasser im Jahr 2013 schwer geschädigte Fischerdorf nach Deggendorf zu fahren, um mit dem Zug die Heimreise anzutreten.