Laos Oase der Stille

   
Elefant  

Flagge

Ich habe selten ein Land bereist, in dem ich die Stille so sehr gespürt habe wie in Laos.

Eine Reise nach Laos beginnt man am besten von Thailand aus. Von Bangkok aus fliegen regelmäßig Maschinen nach Luang Prabang, in die alte Königsstadt, die langsam aus einem hundertjährigen Schlaf aufwacht und sich den Touristen aus aller Welt öffnet. Von Huay Xai aus könnte man auch mit dem Schiff, den Mekong flussabwärts folgend, Luang Prabang erreichen.
Das linke Bild zeigt einen Ausschnitt aus den Intarsienarbeiten eines Tempels, ein starker Hinweis auf das hoch entwickelte Kunst- handwerk.
Das existiert übrigens immer noch und bietet auf den Märkten Luang Prabangs seine Produkte zum Kauf an. Besonders schön sind die vielfältigen, kreativ gestalteten Textilien, die hier bei guter Qualität zu kaufen sind.

 

 
     
Tempel  


Das herausragende Bauwerk ist das Kloster Vat Xieng Thon. Es liegt auf der Halbinsel, die vom Mekong und dem Nebenfluss Nam Khan eingerahmt wird. Auf dieser Halbinsel finden sich die meisten Bauwerke, viele Souvenirläden und auch gute Restaurants.

Selbst im Winter, also in der besten Reisesaison, ist der Ort nicht überfüllt. Der Winter ist die monsunfreie Zeit mit einer Garantie für strahlend blauen Himmel, der sich allerdings erst zeigt, wenn die Sonne den obligatorischen Morgennebel vertrieben hat.

 
     
Wandgemälde  

In den Tempelanlagen Luang Prtabangs dominiert das Zierliche, das Filigrane. In aller Ruhe und Muße kann man die Einlegearbeiten in den Tempelwänden bewundern.
 
     
GemäldeWandgemälde  

Laos, das wie ein langes Handtuch im Landesinnern Südostasiens liegt, ist umgeben von Burma, China, Kambodscha, Thailand und Vietnam. Der Zugang ans Meer fehlt, sodass sich das Land ohne größere Einflüsse von außen entwickeln konnte.

Luang Prabang, das Weltkulturerbe ist, liegt am noch jungen Mekong, in dessen Nähe sich auch die meisten Tempelanlagen befinden.

 
     
Vrücke in Vien Vang  

Von Luang Prabang aus kann man auf dem Landweg die Haupstadt Vientiane erreichen. Und man sollte sich diese Reise mit dem Bus auf gar keinen Fall entgehen lassen.

Die Straße schlängelt sich durchs Gebirge, vorbei an Dörfern wie aus der Steinzeit, durch ein Gebirge, das mit seinen Karstfelsen zum Wandern, Staunen und Fotogra-fieren einlädt. Der Hauptort in dieser Landschaft ist Vang Vien.

 
     
Vang Vien  


Im Morgengrauen am Fluss Nam Xong bei Vang Vien.

Das ist kein Gemälde, das ist die Wirklichkeit, die die Ewigkeit wider-spiegelt.

 
     
Vientiane  

In Vientiane, der Haupstadt von Laos, angekommen, sollte man das Museum Ho Phra Keo, ein ehemaliges Kloster aus dem 16. Jahrhundert, besuchen. Es wurde nach der Zerstörung im letzten Jahrhundert neu aufgebaut, leider nicht mit den sonst üblichen Materialien, sondern mit Beton!

Lohnenswert ist der Besuch wegen der vielen Ausstellungsstücke aus den verschiedensten Epochen.

 
       
Stupa in Vientiane  


Die bedeutendste religiöse Stätte ist der That Luang, übersetzt: der "ehrwürdige Stupa". Er ist das Nationalsymbol und die Pilgerstätte für die Laoten, deren Leben auch heute noch durch den Buddhismus geprägt ist.

Selbst wenn auch Laos im Laufe seiner Geschichte nicht ganz von Kriegen verschont blieb, so gewaltige kriegerische Ausein-andersetzungen wie in Kam- bodscha oder Vietnam hat dieses Land nie erlebt. Ich bin überzeugt, dass dies auch das Ergebnis eines gelebten, tief im Alltag verwurzelten Buddhismus ist.