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Nationalflagge
 
Strand bei Havanna  


Cuba, das ist ein Stück Karibik vom feinsten. Das linke Bild zeigt alles, was die Karibik zu bieten hat:

Sand, Palmen und dieses wunderbare Wasser, das vom hellen Grün über ein kräftiges Türkis langsam in ein dunkles Blau übergeht. Und wenn der Wind aus dem Norden weht, gibt es auch noch Wellen mit weißen Schaumkronen.

Der Norden Cubas hat von alledem im Überfluss. Der Badetourist ist am besten in den All-Inclusive-Resorts von Varadero oder Cayo Coco aufgehoben.

 
Cuba - ein Stück Karibik
   
Fidel Castro  

Das Wort "Cuba" ist aufs engste verknüpft mit der personifizierten Revolution "Fidel Castro". Ich halte diese Revolution für gescheitert. Trotz allergrößter Bemühungen von Seiten der Regierung, die Einheit aufrecht zu erhalten, kommt es zu einer schleichenden Spaltung der Bevölkerung, in die, welche über Touristen oder Auslandscubaner Zugang zu "Cucs" haben und in die, welche weiterhin von Pesos und Lebensmittelsubventionen leben müssen. Was eint, ist die Wut auf die Amerikaner, die mit ihrem lächerlichen Embargo jeden Fortschritt verhindern.
 
Cuba - das ist die immerwährende Revolution.    
Oldtimer in Havanna  


Havanna, in allen Führern als die alte Dame der Karibik bezeichnet, atmet den Hauch der 50er Jahre.

Nur wenige der überall vorhandenen großartigen Gebäude vergangener Jahrhunderte konnten restauriert werden. Die meisten verfallen langsam. Überall herrscht Mangel.
Ich habe auf meiner dreiwöchigen Reise durch Cuba kein einziges Hotel gesehen, in dem die Badezimmereinrichtung völlig intakt gewesen wäre. Irgendetwas war immer defekt.Das hat natürlich auch seinen Charme, insbsondere dann, wenn es sich um fotogene Oldtimer handelt.

 
Oldtimer prägen noch immer das Stadtbild von Havanna.    
Trinidad  


Besonders reizvoll ist der Südosten des Landes.

Dieses Statement betrifft sowohl die Landschaft als auch die Städte, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Touristenattraktionen sind Cienfuegos, Trinidad, Camagüey und Santiago de Cuba.

Zwischen diesen Städten liegen fruchtbares Ackerland und vom Dschungel überwucherte Mittelge-birge - die Sierra del Escambrey und die Sierra Maestra. In ihnen sind besuchenswerte Parks, in denen in besonderer Vielfalt Orchideen und Farne wachsen.

 
Versäumen sie esnicht, in den Südosten zu fahren.    
Musikgruppe  

Musik, Tanz - Salsa !! -und die mit Rum angereicherten Getränke wie Cuba libre, Mojito und Canchanchara helfen dem Cubaner über die Unztulänglichkeiten des Regimes hinweg. Und selbst die Bands, die sich irgendwo in einem kleinen Ort zusammenfinden, sind in der Regel recht gut.

Wo immer eine Gruppe von Touristen auftaucht, erscheint auch recht bald eine Band. Es vergeht kein Tag, an dem man nicht mindestens einmal "Guantanamera" hört oder das "Commandante Che", mit dem der Nationalheilige Che Guevara verehrt wird.

 
Buena Vista social Club oder so ähnlich    

Fazit einer dreiwöchigen Reise: Für Fotografen, Musiker, Sozialromantiker und Tänzer ein wunderbares Urlaubsland

So wie die Muslime nach Mekka pilgern, gehört es sich für einen 68er, dass er nach Cuba reist, um Che Guevara die letzte Ehre zu erweisen. Insbesondere dann, wenn er ein Sozialromantiker geblieben ist. Denn das muss man sein, wenn man wie so mancher Tourist die gründlich gescheiterte Idee von der Erschaffung eines neuen Menschen - "Hombre nuevo" - schön redet. Che Guevara wird verehrt wie kein anderer. Fidel Castro zeigt dem Volk auf diese Weise, wie man mit einem verstorbenen Revolutionär umzugehen hat.

Wer einen wunderbaren Badeurlaub verbringen will, der sollte, wie oben erwähnt, sich in einem der luxuriösen Badeorte im Norden Cubas einquartieren ganz nach dem Motto: Cuba den Cubanern und Varadero den Touristen. Zur Abwechslung lässt sich sicherlich mit einer Agentur eine geführte Tour nach Trindad oder evtl. nach Vinales ganz im Westen Cubas arrangieren. Auf diese Art und Weise lernt man ein Stück Cuba kennen, ohne sich wirklich auf das Land und seine Probleme einlassen zu müssen. Man wird sich nach einem solchen Tripp sicher gerne an den Urlaub auf Cuba erinnern.

Wer sich mit Hotels begnügen kann, die auf Grund des permanenten Mangels an Ersatzteilen nie perfekt sind, wer Cubaner persönlich und nicht nur das häufig relativ unfreundliche Personal in den Hotelrestaurants kennen lernen will, der sollte sich ein Auto mieten und auf eigene Faust das Land erobern. Es lohnt sich, Cuba und die Cubaner zu entdecken! Die Cubaner auf einer Gruppenreise kennenlernen zu wollen, ist weniger einfach.

Die Rikschas und Pferdekutschen, die Sie auf den Fotos sehen, sind keineswegs Touristenattraktionen, sie sind das gängige Verkehrsmittel für viele Menschen in diesem Lande. Das kann man durchaus auch als Hinweis für die Armut werten, die man überall in Cuba finden wird. Mit dieser Armut wird jeder Tourist ständig konfrontiert, wenn er über Land fährt.

Für Fotografen mag es durchaus interessant sein, diese Armut auf Fotos festzuhalten: Malerische Bilder lassen sich in diesem Vielvölkergemisch mit buntbemalten Gebäuden aus der Kolonialzeit im Hintergrund allemal schießen. Wer auf eigene Faust Cuba erobern will, der sollte sich vorher ein paar Wörter auf Spanisch aneignen!

Andreas Angermeir